Ja — und diesmal hat Wildcard aus Genesis: Part 1 deutlich mehr gemacht als nur eine hübschere Neuauflage. Die Karte ist zusammen mit dem kostenpflichtigen DLC ARK: Tides of Fortune Anfang Juli 2026 für ARK: Survival Ascended erschienen. Genesis selbst gehört als überarbeitete Story-Karte zu ASA; Tides of Fortune ist ein separates, kostenpflichtiges Erweiterungspaket. (ARK – Official Community Forums)
Genesis: Part 1 – worum geht es?
Genesis 1 spielt nicht auf einer normalen zusammenhängenden Insel. Der Survivor befindet sich in einer gewaltigen Simulation, die aus fünf voneinander getrennten Biomen besteht. Zwischen diesen Gebieten reist man mithilfe von HLN-A, der kleinen holografischen Begleiterin.
HLN-A übernimmt mehrere Aufgaben:
- Teleportation zwischen den Biomen
- Anzeige und Start von Missionen
- Analyse wilder Kreaturen
- Verwaltung der Genesis-Währung Hexagons
- Zugriff auf den HLN-A-Shop
Statt klassischer Artefakthöhlen steht Genesis stark im Zeichen von Missionen. Dazu gehören Rennen, Jagden, Eskorte, Sammelaufgaben, Verteidigung, Gauntlet-Kämpfe und Unterwasser-Herausforderungen. Die Missionen gibt es gewöhnlich in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und sie liefern Beute, Hexagons und Fortschritt für die Story.
Am Ende warten unter anderem der Unterwasserboss Moeder, Master of the Ocean und der Corrupted Master Controller. (Ark Wiki)
Die fünf Biome von Genesis 1
1. Das Ozean-Biom
Das Ozean-Biom ist in ASA nicht einfach nur übernommen worden. Wildcard spricht von einer massiven Überarbeitung. Das Gebiet wurde zu einem wesentlich größeren, zusammenhängenden nautischen Raum erweitert und bildet gleichzeitig die Hauptbühne für Tides of Fortune. (ARK – Official Community Forums)
Über Wasser findet man Inseln, Felsformationen und mögliche Bauplätze. Unter Wasser liegen Riffe, tiefe Gräben, Höhlen, Luftblasenbereiche und gefährliche Meereszonen.
Typische Bewohner und Besonderheiten:
- Megachelon, die riesige Meeresschildkröte
- Mosasaurus, Tusoteuthis und andere Tiefseegefahren
- Parakeet Fish Schools
- Moeder als Unterwasserboss
- der neue Palaeoctopus
- neue X-Varianten wie X-Archelon, X-Xiphactinus und X-Deinosuchus
Spieler erhalten im Ozean verbesserte Schwimm- und Sauerstoffbedingungen. Dennoch wird das Gebiet gefährlich, sobald man die sicheren Inseln und flacheren Gewässer verlässt. (Ark Wiki)
Mein ARK-Spieler-Fazit: Für einen relativ entspannten Start ist das Ozean-Biom weiterhin interessant. Mit Tides of Fortune wird daraus aber praktisch eine eigene kleine Seefahrerkarte.
2. Das Sumpf-Biom
Der Bog ist ein dichter, dunkler und ausgesprochen unfreundlicher Sumpf. Schlechte Sicht, aggressive Insekten, giftige Pflanzen und überraschende Angriffe gehören hier zum Tagesgeschäft.
Die berühmteste Kreatur ist der Bloodstalker. Er hängt in den riesigen Bäumen, zieht Survivor mit seinen Netzen nach oben und zählt später zu den besten Fortbewegungsmitteln der Karte.
Außerdem begegnet man unter anderem:
- Insect Swarms
- Kaprosuchus und Sarcos
- Spinos
- Titanoboas
- verschiedenen X-Kreaturen
Der Sumpf ist zwar offiziell eines der möglichen Startgebiete, aber „leicht“ ist bei Genesis ein sehr dehnbarer Begriff. Zwischen Insektenschwärmen und Bloodstalkern kann ein nackter Level-1-Survivor sehr schnell Teil der örtlichen Nahrungskette werden.
Geeignet für: Bloodstalker-Taming, organische Ressourcen und Spieler, die morgens gern direkt angeschrien werden.
3. Das Arktis-Biom
Die Arktis besteht aus Schneeebenen, Bergen, Höhlen und extrem kalten Bereichen. Ohne passende Kleidung, Nahrung oder Fortitude wird die Kälte schnell zum eigentlichen Endgegner.
Besonders wichtig ist hier der Ferox. In seiner kleinen Form wirkt er niedlich; nach der Verwandlung wird daraus ein äußerst bewegliches und kampfstarkes Reittier.
Weitere typische Gefahren:
- Yutyrannus
- Direwolves
- Rex
- Mammuts
- aggressive Tiergruppen und Lawinenbereiche
Das Gebiet eignet sich gut für Metall, Pelz, Öl und verschiedene hochwertige Ressourcen. Gleichzeitig muss man mit schlechter Sicht, Schneestürmen und starken Raubtieren rechnen.
Geeignet für: Ressourcenabbau, Ferox-Suche und Survivor, die Fellrüstung nicht nur dekorativ finden.
4. Das Vulkan-Biom
Das Vulkan-Biom ist eine heiße, schwarze und rote Landschaft aus Lavafeldern, Basalt, Asche und aktiven Vulkanbereichen. Hier lebt der Magmasaur, eine der wichtigsten Genesis-Kreaturen.
Magmasaur-Eier werden in gefährlichen Nestbereichen gefunden. Erwachsene Tiere eignen sich hervorragend für:
- Metallabbau
- Transport großer Ressourcenmengen
- Belagerung und Verteidigung
- Schutz vor großer Hitze
Das Biom wird zusätzlich durch Vulkanausbrüche, Lavastellen und herabfallende Geschosse gefährlich. Diese Einschläge können gezielt in der Nähe von Spielern landen und extrem hohen Schaden verursachen.
Mit ASA sind hier außerdem neue X-Varianten wie der X-Acro und der X-Cryolophosaurus hinzugekommen. (ARK – Official Community Forums)
Geeignet für: Metall, Obsidian, Magmasauren und Leute, die „Das wird schon nicht treffen“ für eine belastbare Überlebensstrategie halten.
5. Das Lunar-Biom
Das Lunar-Biom ist vermutlich der ungewöhnlichste Teil von Genesis. Es simuliert eine mondähnliche Umgebung mit geringer Schwerkraft, Strahlung, extremen Temperaturschwankungen und einem offenen Blick in den Weltraum.
Hier findet man unter anderem:
- Astrocetus
- Tek-Kreaturen
- Seeker
- Reaper
- Drohnen und andere Simulationsgegner
- besonders große Mengen an Element Shards und hochwertigen Ressourcen
Der Astrocetus, der riesige Weltraumwal, ist in ASA nun züchtbar. Das wurde ausdrücklich als Neuerung der Ascended-Version genannt. (ARK – Official Community Forums)
Das Lunar-Biom ist eher ein Gebiet für fortgeschrittene Spieler. Die Kombination aus Strahlung, geringer Schwerkraft, Meteoriten und starken Gegnern bestraft schlechte Vorbereitung sofort.
Geeignet für: Element-Farming, Astrocetus, Tek-Materialien und Survivor mit einem gesunden Misstrauen gegenüber dem Himmel.
Neue und zurückkehrende Kreaturen in Genesis Ascended
Die klassischen Genesis-Kreaturen wurden für ASA überarbeitet. Dazu gehören unter anderem:
- Bloodstalker
- Magmasaur
- Ferox
- Megachelon
- Astrocetus
- Tek Triceratops
- Parakeet Fish School
Neu für die Ascended-Ausgabe beziehungsweise als neue Varianten hinzugekommen sind:
- Palaeoctopus
- X-Acro
- X-Deinosuchus
- X-Archelon
- X-Xiphactinus
- X-Cryolophosaurus
Der Astrocetus ist jetzt züchtbar. (ARK – Official Community Forums)
Was ist „Tides of Fortune“?
Tides of Fortune ist der Piraten- und Seefahrer-DLC, der zusammen mit Genesis 1 veröffentlicht wurde. Er erweitert das Spiel um ein echtes Schiffs-, Wind- und Seekampfsystem.
Das ist wichtig: Genesis 1 kann grundsätzlich ohne Tides of Fortune gespielt werden. Die neuen Piratenschiffe, speziellen Begleiter, Bauteile, Kosmetika und Fortschrittssysteme gehören jedoch zum kostenpflichtigen DLC. (ARK – Official Community Forums)
Das neue Schiffssystem
Schiffe werden in einer Shipyard, also einer Schiffswerft, gebaut und repariert. Zum Start sind zwei Schiffsklassen verfügbar:
Sloop
Ein kleines, schnelles und sehr wendiges Schiff. Gut geeignet für:
- Erkundung
- schnelle Transporte
- Schatzsuche
- Überfälle und Rückzug
- kleinere Crews oder Solospieler
Brigantine
Ein größeres, vielseitiges Schiff mit einer ausgewogenen Mischung aus:
- Geschwindigkeit
- Stabilität
- Feuerkraft
- Frachtkapazität
- Platz für Aufbauten
Die angekündigte Galleon war beim Start noch nicht verfügbar und wurde von Wildcard für einen späteren Veröffentlichungstermin vorgesehen. (ARK – Official Community Forums)
Die Schiffe lassen sich bebauen, bemalen und mit Segeln, Kanonen, Lagerbereichen und Dekorationen ausstatten. Auch eigene Flaggen beziehungsweise Jolly-Roger-Designs sind Teil des Piratenkonzepts.
Wind und Seeschlachten
Die Schiffe fahren nicht wie ein motorisiertes Floß. Windrichtung und Segelstellung beeinflussen die Bewegung. Im Kampf können Spieler die Breitseite ausrichten und Kanonen direkt bedienen.
Neben normalen Geschossen gibt es Spezialmunition, beispielsweise:
- Brandgeschosse
- korrosive Kanonenkugeln
- Grapeshot beziehungsweise Streumunition
Die Kanonen können sowohl allein als auch gemeinsam mit anderen Spielern bedient werden. Wildcard betont, dass dafür keine komplizierte Verwaltung einer computergesteuerten Mannschaft nötig ist. (ARK – Official Community Forums)
Schiffs-Fähigkeiten und Meilensteine
Tides of Fortune bringt ein eigenes Ship Skill Tree-System mit. Fortschritt wird unter anderem über Genesis-Meilensteine und Aktivitäten auf See erreicht.
Die Spezialisierungen betreffen unterschiedliche Spielweisen, etwa:
- Piraterie und Kampf
- Handel und Fracht
- Komfort beziehungsweise Luxus an Bord
So kann ein Schiff stärker auf Kanonenkämpfe, Reisen, Transport oder hochwertige Ausstattung ausgerichtet werden. Das System ist mit dem Fortschritt auf Genesis Part 1 verbunden. (Ark Wiki)
Schatzsuche und Begegnungen auf See
Das DLC enthält nicht nur Schiffe, sondern auch neue Aktivitäten:
- Schatzkarten und vergrabene Beute
- Flaschen und Hinweise auf Schätze
- feindliche Schiffe
- Schiff-gegen-Schiff-Kämpfe
- mehrstufige Angriffe auf große Ocean Outposts
- besondere Beutequellen und maritime Missionen
Damit bekommt Genesis deutlich mehr offene Erkundung. Man fährt nicht nur von Insel zu Insel, sondern sucht gezielt nach Begegnungen, Festungen und Beute. (ARK – Official Community Forums)
Die neuen DLC-Begleiter
Tidepup
Der Tidepup ist ein axolotlähnlicher Unterstützer.
Als kleiner Begleiter kann er:
- negative Effekte entfernen
- eingehenden beziehungsweise tödlichen Schaden abfangen
- verletzte Verbündete unterstützen
Später kann er sich in eine größere, reitbare Form entwickeln und ein regeneratives Heilungsfeld erzeugen. Damit könnte er besonders bei Bosskämpfen, Missionen und längeren Seereisen sehr wertvoll werden. (Ark Wiki)
Parrot
Der Papagei ist ein Schatzsucher und Schulterbegleiter. Er kann wertvolle Ziele erkennen, darunter:
- Höhlenkisten
- Alpha-Kreaturen
- gegnerische Schiffe
- andere hochwertige Beutequellen
Durch gemeinsame Missionen kann er sogenannte Bonding Feathers verdienen. Diese können bestimmte Anforderungen beim Imprinting oder bei passiven Zähmungen ersetzen; ihre Wirksamkeit hängt von den Werten des Papageis ab.
Und weil normales ARK offenbar noch nicht chaotisch genug war, kann der Papagei außerdem Sprache aus seiner Umgebung nachahmen. Das dürfte auf gut besuchten Servern entweder herrlich oder eine komplette Katastrophe werden. (ARK – Official Community Forums)
Neue Bau- und Pirateninhalte
Tides of Fortune bringt zusätzlich:
- spanisch-koloniales Bau-Set
- Piraten-Lagerkisten
- Hängemattenbett
- Kapitänsschreibtisch
- Öllampen
- Aquarium für mit Fischkörben gefangene Tiere
- Cargo Ledger und weitere Schiffsausstattung
- Piratenkleidung in mehreren Varianten
- Augenklappe
- Holzbein
- Cutlass-Schwert-Skin
- neue Frisuren und Bärte
Ein Teil dieser Gegenstände kann auch auf anderen ASA-Karten verwendet werden. Das eigentliche Schiffs- und Meereserlebnis ist jedoch besonders auf dem stark erweiterten Genesis-Ozean ausgelegt. (ARK – Official Community Forums)
Was bedeutet das für die ARK-o-Holics?
Für unseren PvE-Cluster dürfte Genesis 1 vor allem aus drei Gründen spannend werden:
Erstens liefert die Karte viele Missionen und gemeinsame Tribe-Aktivitäten. Das passt gut für Community-Abende, Rennen, Jagden oder organisierte Missionswochen.
Zweitens ist das neue Ozeangebiet ideal für einen eigenen ARK-o-Holics-Hafen mit Werft, Schiffen, Tavernen, Lagerhäusern und vielleicht einem kleinen Piratendorf. BuBu dürfte beim spanisch-kolonialen Bauset vermutlich ohnehin sofort verschwunden sein und drei Tage später steht dort Cádiz in Originalgröße.
Drittens bieten die Schiffe neue Möglichkeiten für Events: Schatzsuchen, Flottenparaden, Wettrennen, gemeinsame Outpost-Angriffe oder eine „Wer versenkt Spinnes Schiff zuerst?“-Veranstaltung. Wobei Spinne vermutlich vorher versehentlich den Anker durchs Deck wirft.
Unterm Strich ist Genesis Ascended Part 1 weiterhin eine anspruchsvolle, missionsorientierte Simulation mit fünf extrem unterschiedlichen Gebieten. Durch den stark vergrößerten Ozean und Tides of Fortune fühlt sich die ASA-Version aber deutlich eigenständiger an als die frühere ASE-Karte. Das DLC ist weniger „ein paar Piratenskins“ und mehr ein neues maritimes Spielsystem innerhalb von ARK.
Da die Veröffentlichung noch frisch ist, werden Balance, Bugs und einzelne Mechaniken derzeit laufend angepasst. Erste Patches haben bereits Probleme mit Ocean-Teleports, Kartenpositionen, Missionen, Kanonenmunition, Tide-of-Fortune-Skills und Genesis-Terminals korrigiert. (ARK – Official Community Forums)
Ich kann die aktuellen Patchnotes weiter beobachten und euch informieren, sobald wichtige Genesis- oder Tides-of-Fortune-Änderungen erscheinen. Soll ich das einrichten?